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Dr. Ernst Trebin

 

Über den Wert der kleinen Mittel -

Kombinierte Arzneien in der Homöopathie

 

Hahnemann hat uns eine Heilmethode hinterlassen, die erstaunlich viel zu leisten vermag, ja vor allem in akuten Krankheitsfällen wahre Wunder zu Wege bringt. Ihre Handhabung aber ist nicht einfach und stellt uns gerade bei chronischen Leiden vor große Herausforderungen.

 

Die gängige Lehre und Ausübung hat den Referenten dieser Veranstaltung, Dr. Ernst Trebin, aber nicht zufrieden gestellt – und die gegenwärtigen Tendenzen und Schulen sprechen dafür, dass auch andere, unter ihnen sehr erfahrene und namhafte Homöopath/innen, auf der Suche sind nach besseren Lösungen.

 

Ernst Trebin ging einen eigenen Weg, gegen den Zeitgeist.

Während die momentanen Strömungen einerseits extrem an der Psyche und den Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten orientiert sind, andererseits stark der Signaturenlehre huldigen, fand er die besten Lösungen im Rückgriff auf JT Kent und seine Zeit, aber auch in den Gedanken und Lehren von JC Burnett, also Größen unseres Fachs, die Ende des 19. und Anfang der 20. Jahrhunderts wirkten.

Kent folgte der Einsicht, dass die chronischen Leiden nicht ohne die Arzneien mineralischen Ursprungs zu heilen sind, fand aber großen Gefallen an den kompletten Salzen, wie sie Wilhelm Schüssler einführte (Natrium phosphoricum und Calcium sulfuricum z. B.); diesen fügte er einige weitere hinzu, die sich als sehr wirkungsvoll erwiesen haben (u.a. Arsenum sulfuratum flavum und Kalium silicium).

 

Auch Ernst Trebin fand mehr Nutzen in Salzen wie Calcium phosphoricum oder Natrium sulfuricum als in den als Polychreste weitläufig bekannten Einzelsubstanzen Calcium carbonicum, Phosphor, Arsen oder Sulfur.

 

Er erschloss sich nicht nur die Beiträge von Schüssler und Kent, sondern fand auch zu so unbekannten Kombinationen wie Aurum phosphoricum oder Mercurius chloratus natronatus, welche sich, obwohl völlig unbekannt von Herkunft und Arzneimittelbild, als besonders wertvolle Arzneien erwiesen und in lange Zeit ungelösten Fällen echte Durchbrüche ermöglichten!

 

Während viele dieser Medikamente meist kein ausgereiftes Arzneimittelbild besitzen, sondern lediglich über das Zusammenfügen ihrer Einzelkomponenten zu erschließen sind, legt Ernst Trebin seinen Entscheidungen auch miasmatische Überlegungen zugrunde und steht damit in der Nachfolge JC Burnetts.

Ein reduziertes Miasmensystem (in Anlehnung an Yves Laborde) erlaubt ihm einen relativ sicheren Einsatz der Nosoden im Behandlungsverlauf.

 

Anhand theoretischer Ausführungen und zahlreicher Fallschilderungen wird der Refernt seine Form einer strukturierten Homöopathie vorstellen, die Entscheidungen erlaubt, ohne jedes Mal erneut die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen zu müssen, und die es ermöglicht, auch lange Behandlungsverläufe relativ sicher durchzustehen. (Bitte Repertorien mitbringen!)

 

Das Seminar wird versuchen, die Teilnehmer von relativ einfachen Lösungen zu hoch-komplexen Behandlungsstrategien mitzunehmen, ohne die es aber, nach Beobachtung von Dr. Trebin, keine definitive Heilung schwerer Pathologien gibt.

 

Auch wenn die Homöopathie immer eine große Aufgabe bleibt, die ohne Fleiß und Empathie nicht zu leisten ist, so erweitert sich mit diesen kombinierten Arzneien das Arsenal effektiver Medikamente und gewinnt die Arbeit dank der zugrunde liegenden Strukturen an Verlässlichkeit und Effizienz.

 

 

         Themen:

 

·        Das Kombinieren von Einzelsubstanzen zu kompletten Salzen

 

·        Ein reduziertes Miasmensystem

 

·        Natriumsalze und die Sykose

 

·        Carcinosin und die Kaliumsalze

 

·        Pulsatilla und ihre Freunde

 

·        Die drei Ebenen der Syphilinie

 

·        Mehrere Miasmen am Werk

 

·        Satellitenmittel

 

·        Konstitution und Prägung

 

·        Konstitution und Psyche

 

·        Verläufe und Behandlungsdauer

 

·        Die 90%-Regel

 

 

 
© 2010 Münster-Seminar | Ulrike Paula Fauth